unser gedankenaustausch gestern vor dem langformkurs kam u.a. zu dem punkt, dass, auch wenn der Körper "nur" das fahrzeug"ist (the vehicle auf your mind), es wichtig scheint sich um dieses fahrzeug zu kümmern.

Dafür sind natürlich taichi und qigong geeignete möglichkeiten, wege, hilfsmittel. 

allerdings, so zeigte sich dann irgendwann für mich, eben auch begrenzte hilfmittel.

wenn nochmals das beispiel des autos (fahrzeug) und des fahrers (mind, höhreres selbst/bewusstsein..seele...) erlaubt ist, dann hilft das (begrenzt) zur erklärung:

körperübungen sind gute bis sehr gute hilfsmittel, um das auto, den körper zu reparieren, zu pflegen usw.

sie wirken sicher, wenn auch begrenzt auf den fahrer: loslassen, gelassenheit, usw. solange sie als "reine" körperübungen ausgeführt werden. wobei verstand, emotion, gedanken, ego hier zum fahrzeug, also dem körper zugeordnet sind.

und hier kommen diese übungen dann auch an ihre grenzen. denn solange wir sie ausführen um dem fahrzeug, dem körper gutes zu tun, haben sie in dieser hinwendung zum fahrzeug auch ihre begrenzungen.

sie stärken meist zusätzlich die scheinbare einheit von fahrer-fahrzeug: ich bin mein körper.

dieser glaubenssatz "ich bin mein körper", den sowohl die christlichen mystiker als auch buddhisten aber auch quantenphysiker, gehirnforscher und viele andere als irrtum erkannten und erkennen, hindert uns üblicherweise die nächsten schritte zu gehen.

erst mit der erkenntnis "ich bin NICHT mein/der körper" öffnet sich die nächste tür.

und.. wieder zurück zum gespräch gestern vor dem kurs.. genau dadurch, durch die erkenntnis "ich bin nicht mein körper" kümmern wir uns dann wirklich - mehr um den körper als es qigong-taichi-übungen jemals könnten:

der körper, nicht mehr von unserem ego/verstand beherrscht und regelrecht in den täglichen kampf geschickt, kann sich vorzüglich um sich selbst kümmern, wenn wir ihn nur lassen. viel besser als "ich" es je könnte.

denn der körper weiß sehr wohl, was gut für ihn ist und ist mit einem perfekten reperatursystem ausgestattet. man nennt es auch selbstheilungskräfte. nicht mehr durch "mein" wollen (= ego) an und über seine grenzen gebracht, kann er bestens für sich selbst sorgen. dann ist er auch fit .. unterstützt durch das immunsytem um auch in widrigen umweltsituationen und einflüssen gesund zu bleiben.   

das zauberwort ist auch hier wie im qigong und taichi: los-lassen.

hier dann nicht mehr muskeln, sehnen, verspannungen loslassen

hier ist es dann loslassen von:

gedanken, emotionen, wollen, wertungen, urteilen, glaubenssätzen, vorstellungen, erwartungen

mit dem ziel des soseins

und des "ich bin".

einen in dieser richtung hilfreichen und ausführlicheren text fand ich gerade im internet >>

>> "ich bin nicht mein körper" 

soviel mal für samstag-früh, den 13.9.2014,.. nun wartet der steineladen Lachend

liebe grüße .. und eine gute zeit für uns alle