Was ist Bewusstsein? Was ist Materie?

Laut Prof. Dr. Hans Peter Dürr – Quantenphysiker und ehemaliger Leiter des Max Planck Instituts – ist unsere Welt nicht materieller, sondern vielmehr geistiger Natur. Es gibt keine feste Materie. Nichts ist fest. Im Grunde gibt es keinen festen „Stoff“, nur Form und Verbindung. Alles unterliegt einem ständigen Prozess. Wie bei einer Welle ist alles stetig in Bewegung. Somit existieren keine festen Atome und Elektronen, wie uns bereits in der Schule fälschlicherweise gelehrt und von der klassischen Wissenschaft immer wieder erzählt wird. Aus dieser „Software“- wir können sie auch Geist oder Bewusstsein nennen, entsteht unsere Realität. Aber erst in dem Moment, wenn wir hinsehen.

Es hat über ein halbes Jahrhundert gedauert, bis einige Forscher wagten, das auszusprechen, was das bedeutet: Es gibt in dieser Dimension der Potentialität keinen Raum und keine Zeit – alles ist Eins.

Für Prof. Dr. Dürr gilt als Erweiterung und sogar Neuerung der viel verbreiteten philosophischen Frage „Was ist?“ eher „Was passiert?“. Denn aus seinen jahrzehntelangen Forschungen erkannte er, dass es nicht den einen Urknall gibt, es knallt die ganze Zeit. Neuschöpfung in jedem Augenblick und den Tod als Illusion. Für ihn gibt es keinen Unterschied zwischen toter und lebendiger Materie. Es existiert nur ein kreatives Feld potentieller Möglichkeiten, in dem schon ALLES angelegt ist und auf die Zukunft hin offen. Ein Feld, aus dem sich das Bewusstsein aus einer Entscheidung heraus ins Physische materialisiert, und somit für unsere Wahrnehmungsebene sichtbar macht.

Auch wenn sich der Begriff „Bewusstsein“ wie aus dem Bereich der Psychologie anhört, ist dem nicht so. Denn aus der Sicht von Prof. Dr. Dürr ist Bewusstsein die Grundlage von allem.

„Wirklichkeit ist nicht Realität, sondern Potentialität.“ (Prof. Dr. Hans Peter Dürr)